Debatte über Wehrpflicht als Sommerthema?

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    2011 rückten die letzten Wehrpflichtigen bei der Bundeswehr ein.
    Nach jahrzehntelangen Debatten und mehreren Kürzungen der Dienstzeit schaffte die damalige
    Bundesregierung die Maßnahme ganz ab, unter anderem aus Spargründen.
    Nun gibt es eine neue Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht.
    Was den Sinn dieser Forderung angeht, sind sich FDP-Chef Christian Lindner und sein Namensvetter
    von den Grünen, Tobias Lindner, einig:
    "Sie wird nicht kommen und niemand braucht sie.
    Es handelt sich um ein Sommerloch-Thema.
    Das einzige, was diese Debatte enthüllt, ist das Verständnis der CDU für eine jüngere
    Generation.
    Es gibt nämlich keins."
    "Typische Sommerloch-Debatte, die wir hier vor uns haben.
    Es gab gute Gründe vor sieben Jahren, dass man aus der Wehrpflicht ausgestiegen ist.
    Sie hilft nicht der Bundeswehr und es belastet natürlich viele junge Menschen, wenn man
    ihnen da ein Jahr ihres Lebens wegnimmt.
    Dass die Union jetzt darüber diskutiert, das scheint mir eine Beruhigungspille von
    Frau Kramp-Karrenbauer an den konservativen Flügel innerhalb der CDU zu sein."
    Die CDU-Generalsekretärin hatte mit einem Zeitungsinterview die Diskussion am Wochenende
    angestoßen.
    Sie rechne nicht mit einer einfachen Rückkehr zur Wehrpflicht, sagte Kramp-Karrenbauer der
    FAZ.
    Sie wolle daher über eine allgemeine Dienstpflicht reden.
    Auf dem CDU-Parteitag Ende des Jahres solle das Thema als eine der Leitfragen beschlossen
    werden.
    Der CDU-Abgeordnete Patrick Sensburg unterstützt die Idee.
    Die Debatte sei jetzt genau richtig, sagte Sensburg am Montag in Tel Aviv.
    "Ich glaube, der entscheidende Ausgangspunkt ist die sicherheits- und verteidigungspolitische
    Lage.
    Die müssen wir analysieren und die hat sich seit 2011 intensiv geändert.
    Deswegen brauchen wir die Wehrpflicht.
    Dieses Jahr dann auszugestalten, das ist der zweite Schritt, und da ist ein allgemeiner
    gesellschaftlicher Dienst wirklich etwas, über das man reden sollte."
    Andere Unionspolitiker, wie der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann, sehen
    nach eignen Worten "keinen Sinn darin, aus dem Stegreif solch eine Debatte zu führen"
    "Klar ist, wir müssen eine starke Bundeswehr haben.
    Wir müssen dafür sorgen, dass die Bundeswehr mehr Personal bekommt, dass sie vor allem
    aber auch eine bessere Ausstattung bekommt, denn das ist auch für die Motivation der
    Soldatinnen und Soldaten ganz wichtig."
    Die Bundesregierung lehnt eine Rückkehr zur Wehrpflicht ab.
    Die Widerrufung der Aussetzung der Wehrpflicht stehe überhaupt nicht zur Debatte, teilte
    eine Regierungssprecherin am Montag mit.
    Auch die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen machte sich die Forderung nicht
    zu eigen.
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